Riesenbärenklau: Vorsicht bei Spaziergängen in der Rhön-Fundorte der giftigen Pflanze melden

Gersfeld (Rhön), 21.04.2020 – Wer zurzeit in der Rhön spazieren geht oder fährt, freut sich über zahlreiche Frühlingsboten. Küchenschelle und Schlüsselblume blühen, die Wiesen grünen, und bald werden auch die Obstbäume in voller Blüte stehen. Bei Spaziergängen in der Natur gilt es aber ab sofort auch wieder, vor-sichtig zu sein: Nicht alles, was am Wegesrand wächst, ist so harmlos wie es auf den ersten Blick aussieht.

In diesen Wochen beginnt die Herkulesstaude, auch als Riesenbärenklau bekannt, zu wach-sen. Noch sind die Pflanzen klein und nicht besonders auffällig, doch bald wird der Riesenbä-renklau seinem Namen alle Ehre machen und bis zu vier Meter hoch sein. Von der beeindru-ckenden Pflanze geht dann eine ebenso große Gefahr aus: Auf der bloßen Haut kann das Gift, das in allen Teilen der Pflanze enthalten ist, großen Schaden anrichten. Bei Berührun-gen wird die natürliche Hautbarriere zerstört, sodass das UV-Licht der Sonne die Haut unge-hindert verbrennen kann. Das Ergebnis sind schmerzhafte Brandblasen, die in vielen Fällen einen Arztbesuch erforderlich machen, zudem können Dämpfe zum Beispiel Übelkeit verursa-chen. Tückisch ist, dass unmittelbar nach dem Kontakt noch keine sichtbare Reaktion er-kennbar ist. Hat man den Riesenbärenklau angefasst oder hat den Verdacht, dies getan zu haben, sollte man sofort die Sonne meiden. Die betroffene Fläche auf der Haut sollte, auch wenn noch keine Reaktion sichtbar ist, gründlich mit Wasser und Seife abgewaschen werden. Vorsichtshalber sollte man anschließend eine Sonnenschutzcreme aufzutragen. In den nächs-ten zwei bis drei Tagen sollte dann der Kontakt mit Sonnenlicht vermieden werden.

Erkennen kann man den Riesenbärenklau bereits jetzt an den gezackten Blättern, teilweise sieht man einen stark behaarten und purpurn gefleckten Stängel. Besonders auffällig ist zu-dem das Giftgrün der Blätter.

Wenn Sie Riesenbärenklau entdeckt haben oder Fragen zum Umgang mit der giftigen Pflanze haben, bitten wir Sie, sich an die zuständigen Behörden zu wenden:

Bayern: Im Landkreis Bad Kissingen ist Doris Hupfer von der Unteren Naturschutzbehörde, Telefon (0971) 801-4176, E-Mail: doris.hupfer@kg.de, Ansprechpartnerin für das Thema Riesenbärenklau. Im Landkreis Rhön-Grabfeld kann man sich per Mail an das Umweltamt wenden: umweltamt@rhoen-grabfeld.de. Hessen: Wer im Landkreis Fulda und der Hessischen Rhön Herkulesstauden entdeckt, kann sich an die jeweilige Gemeinde beziehungsweise an die Hessische Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön wenden, Tel.: (06654) 9612-0, E-Mail: info@br-rhoen.de. Thüringen: Landschaftspflegeverband „BR Thüringische Rhön" e. V., Ansprechpartnerin Gesa Last, Tel.: (036946) 20656, E-Mail: g.last@lpv-rhoen.de.

Bereits jetzt ist der Riesenbärenklau an den gezackten Blättern zu erkennen. / Foto:
Ines Stark

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